Auswertung: Wie gut sind die Websites von Betrieben wirklich?
Wir prüfen fortlaufend öffentlich erreichbare Websites auf vier Dimensionen: DSGVO, Sicherheits-Header, Barrierefreiheit und technische Güte. Diese Seite zeigt, was dabei herauskommt – zusammengefasst, ohne einen einzigen Firmennamen.
Die Gesamtnoten
Jede Website erhält eine Schulnote von 1 bis 6, gewichtet aus vier Dimensionen.
| Note | Websites | Anteil |
|---|---|---|
| Note 1 | 1379 | 14 % |
| Note 2 | 5760 | 60 % |
| Note 3 | 2199 | 23 % |
| Note 4 | 219 | 2 % |
Wo es klemmt
Durchschnittliche Punktzahl je Dimension (100 = ohne Beanstandung):
| Dimension | Durchschnitt |
|---|---|
| DSGVO | 83 von 100 |
| Sicherheit | 78 von 100 |
| Barrierefreiheit | 88 von 100 |
| Technik & SEO | 92 von 100 |
Die häufigsten Mängel
Anteil der geprüften Websites, bei denen der jeweilige Befund auftrat:
| Befund | Anteil |
|---|---|
| Content-Security-Policy fehlt | 78 % |
| Referrer-Policy fehlt | 69 % |
| Barrierefreiheit | 67 % |
| X-Frame-Options fehlt | 63 % |
| SEO | 55 % |
| Farbkontrast zu gering | 55 % |
| Best Practices | 51 % |
| X-Content-Type-Options fehlt | 50 % |
| Strict-Transport-Security fehlt | 45 % |
| Verweise ohne erkennbaren Namen | 42 % |
| Kurzbeschreibung fehlt | 42 % |
| Überschriften nicht in richtiger Reihenfolge | 32 % |
Was das bedeutet
Auffällig ist nicht, dass einzelne Websites Mängel haben – auffällig ist, wie gleichförmig sie sind. Die fünf häufigsten Befunde sind allesamt fehlende Sicherheits-Header: Einstellungen, die auf dem Server in wenigen Zeilen gesetzt werden und nichts kosten. Sie fehlen nicht, weil sie schwierig wären, sondern weil niemand danach gesehen hat.
Bei der Barrierefreiheit dominiert ein einziger Mangel: zu geringer Farbkontrast. Auch das ist keine Frage des Aufwands, sondern des Hinsehens – und seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Betriebe eine Frage der Pflicht.
Zum Vergleich: die ganz Großen
Dieselben fünf Sicherheitsangaben, gemessen an 27 der größten internationalen Unternehmen – Technik, Handel, Banken, Industrie. Auch hier ohne Namen; es geht nicht darum, wer sich blamiert, sondern darum, wo die Messlatte tatsächlich liegt.
| Angabe fehlt bei | geprüfte Betriebe | große Unternehmen |
|---|---|---|
| Content-Security-Policy | 78 % | 37 % |
| Referrer-Policy | 69 % | 85 % |
| X-Frame-Options | 63 % | 22 % |
| X-Content-Type-Options | 50 % | 26 % |
| Strict-Transport-Security | 45 % | 19 % |
Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens: Von 27 geprüften Konzernen haben nur zwei alle fünf Angaben gesetzt. Das sind Unternehmen mit eigenen Sicherheitsabteilungen. Zweitens: Bei der Referrer-Policy schneiden sie schlechter ab als der Durchschnitt der von uns geprüften Betriebe.
Daraus folgt nicht, dass die Mängel harmlos wären. Es folgt, dass sie normal sind – und dass niemand sich dafür schämen muss. Wer sie behebt, ist schlicht weiter als die meisten.
Messstand 30.08.2026, öffentlich abrufbare Antwortköpfe der jeweiligen Hauptdomain.
Wie wir prüfen
- Aufgerufen wird ausschließlich, was öffentlich erreichbar ist – wie bei jedem Besucher.
- Geprüft werden die Startseite und bis zu 20 Unterseiten.
- Vier Dimensionen: DSGVO 30 %, Sicherheit 25 %, Barrierefreiheit 25 %, Technik & SEO 20 %.
- Die Zahlen dieser Seite werden stündlich neu berechnet und wachsen mit jeder Prüfung.
- Adressgrundlage: OpenStreetMap-Mitwirkende, Lizenz ODbL.
Änderungen an der Methode
Damit die Zahlen nachvollziehbar bleiben, halten wir hier fest, wenn sich an der Messung selbst etwas ändert. Auswertungen ohne solche Angaben sind wenig wert – man kann sonst nicht unterscheiden, ob sich die Websites gebessert haben oder nur das Messverfahren.
- 19.08.2026 – nicht erreichbare Seiten werden nicht mehr beanstandet. Bis dahin bewertete die Prüfung auch Unterseiten, die mit einem Fehlercode antworteten (etwa 403 bei geschützten Bereichen oder 404 bei kaputten internen Verweisen). Auf solchen Seiten wurde dann eine fehlende Datenschutzerklärung oder ein fehlendes Impressum gemeldet – obwohl die Seite für Besucher gar nicht erreichbar ist. Betroffen war rund jede zwanzigste Prüfung. Seitdem zählen solche Seiten nur noch bei der Erreichbarkeit, nicht mehr inhaltlich. Die Durchschnittsnoten verbessern sich dadurch geringfügig – nicht, weil die Websites besser geworden sind, sondern weil vorher zu streng gemessen wurde. Die Umstellung wirkt sich erst mit der jeweils nächsten Prüfung eines Auftritts aus.
→ Was die einzelnen Befunde bedeuten, steht im Befund-Lexikon
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