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Auswertung: Wie gut sind die Websites von Betrieben wirklich?

Wir prüfen fortlaufend öffentlich erreichbare Websites auf vier Dimensionen: DSGVO, Sicherheits-Header, Barrierefreiheit und technische Güte. Diese Seite zeigt, was dabei herauskommt – zusammengefasst, ohne einen einzigen Firmennamen.

Grundlage: 9.557 geprüfte Websites. Die Auswahl stammt aus offenen Kartendaten (OpenStreetMap) und umfasst Betriebe Bayern – Regensburg, Baden-Württemberg – Freiburg im Breisgau, Bayern – Nürnberg. Geprüft wird jeweils die öffentlich erreichbare Startseite samt Unterseiten.

Die Gesamtnoten

Jede Website erhält eine Schulnote von 1 bis 6, gewichtet aus vier Dimensionen.

NoteWebsitesAnteil
Note 11379 14 %
Note 25760 60 %
Note 32199 23 %
Note 4219 2 %

Wo es klemmt

Durchschnittliche Punktzahl je Dimension (100 = ohne Beanstandung):

DimensionDurchschnitt
DSGVO83 von 100
Sicherheit78 von 100
Barrierefreiheit88 von 100
Technik & SEO92 von 100

Die häufigsten Mängel

Anteil der geprüften Websites, bei denen der jeweilige Befund auftrat:

BefundAnteil
Content-Security-Policy fehlt 78 %
Referrer-Policy fehlt 69 %
Barrierefreiheit 67 %
X-Frame-Options fehlt 63 %
SEO 55 %
Farbkontrast zu gering 55 %
Best Practices 51 %
X-Content-Type-Options fehlt 50 %
Strict-Transport-Security fehlt 45 %
Verweise ohne erkennbaren Namen 42 %
Kurzbeschreibung fehlt 42 %
Überschriften nicht in richtiger Reihenfolge 32 %

Was das bedeutet

Auffällig ist nicht, dass einzelne Websites Mängel haben – auffällig ist, wie gleichförmig sie sind. Die fünf häufigsten Befunde sind allesamt fehlende Sicherheits-Header: Einstellungen, die auf dem Server in wenigen Zeilen gesetzt werden und nichts kosten. Sie fehlen nicht, weil sie schwierig wären, sondern weil niemand danach gesehen hat.

Bei der Barrierefreiheit dominiert ein einziger Mangel: zu geringer Farbkontrast. Auch das ist keine Frage des Aufwands, sondern des Hinsehens – und seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Betriebe eine Frage der Pflicht.

Zum Vergleich: die ganz Großen

Dieselben fünf Sicherheitsangaben, gemessen an 27 der größten internationalen Unternehmen – Technik, Handel, Banken, Industrie. Auch hier ohne Namen; es geht nicht darum, wer sich blamiert, sondern darum, wo die Messlatte tatsächlich liegt.

Angabe fehlt beigeprüfte Betriebegroße Unternehmen
Content-Security-Policy 78 % 37 %
Referrer-Policy 69 % 85 %
X-Frame-Options 63 % 22 %
X-Content-Type-Options 50 % 26 %
Strict-Transport-Security 45 % 19 %

Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens: Von 27 geprüften Konzernen haben nur zwei alle fünf Angaben gesetzt. Das sind Unternehmen mit eigenen Sicherheitsabteilungen. Zweitens: Bei der Referrer-Policy schneiden sie schlechter ab als der Durchschnitt der von uns geprüften Betriebe.

Daraus folgt nicht, dass die Mängel harmlos wären. Es folgt, dass sie normal sind – und dass niemand sich dafür schämen muss. Wer sie behebt, ist schlicht weiter als die meisten.

Messstand 30.08.2026, öffentlich abrufbare Antwortköpfe der jeweiligen Hauptdomain.

Wie wir prüfen

Änderungen an der Methode

Damit die Zahlen nachvollziehbar bleiben, halten wir hier fest, wenn sich an der Messung selbst etwas ändert. Auswertungen ohne solche Angaben sind wenig wert – man kann sonst nicht unterscheiden, ob sich die Websites gebessert haben oder nur das Messverfahren.

Bewusst anonym. Diese Auswertung nennt keine Firmennamen und enthält keine Rangliste einzelner Betriebe. Sie soll zeigen, wo die Branche insgesamt steht – nicht, wer sich blamiert hat.

→ Was die einzelnen Befunde bedeuten, steht im Befund-Lexikon

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Stand: · Herausgeber: PynkSoft Web Scanner · Die Angaben sind technische Hinweise und ersetzen keine Rechtsberatung.